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Samstag, 11. August 2012

Seehecht auf mariniertem Fenchel


Fenchel ist mein Lieblingsgemüse, das war schon immer so. Sei es nun gekocht oder roh oder als Samen, mit Fenchel macht man mich glücklich. Fencheltee während der Stillzeit - für andere Mütter war das eine Strafe, für mich der Himmel. Ich mag auch sehr gerne Brot mit Fenchelsamen. Im Augenblick hab ich grad eins im Ofen, es duftet wunderbar durchs ganze Haus.
Fenchel geht immer - aber ganz toll natürlich zu Fisch. Der Titel dieses Posts ist insofern irreführend, als man denkt, dass der Seehecht hier der Star sei. Aber eigentlich ist es der Fenchel. Das Originalrezept für den Fenchel stammt aus dem Kochbuch «Aus Italiens Küchen» von Marianne Kaltenbach und Virginia Cerabolini*. Ich passe hier die Mengenangaben an und vor allem nehme ich weniger Zitronensaft, als im Originalrezept angegeben, da mir das sonst viel zu sauer ist.

Rezept für 2 Personen als Vorspeise
1 Fenchelknolle
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
2 Esslöffel Wasser
1 Lorbeerblatt
1 Zweiglein Thymian
1 kleines Stück Stangensellerie
5 Pfefferkörner
ein paar Korianderkörner

1 Seehechtfilet
ein paar Tropfen Zitronensaft
Salz, Pfeffer,
wenig Mehl

Den Fenchel in Scheiben hobeln oder wie ich bei diesem Rezept hier längs halbieren, die Hälften längs dritteln und quer in knapp 1 cm breite Streifen schneiden. Im Originalrezept wird der Fenchel jetzt in Salzwasser blanchiert. Den Gang spare ich mir. Ich geb reichlich Olivenöl in eine flache Pfanne, dünste den Fenchel darin kurz an (nicht braten) und geb dann sämtliche weiteren Zutaten mit dazu. Deckel drauf und zugedeckt ca. 15 Minuten auf kleinem Feuer schmurgeln lassen. Ausgekühlt passt er jetzt so auf eine Antipastiplatte.
Bei mir bildete der Fenchel lauwarm die Unterlage für das gebratene Seehechtfilet. Dieses wird mit ein paar Tropfen Zitronensaft beträufelt, gesalzen und gepfeffert und mit wenig Mehl bestäubt. Dann in einer Bratpfanne in wenig Bratbutter beidseitig kurz gebraten. Das Filet auf dem lauwarmen Fenchel anrichten. Und weil ich noch einen Rest Mango hatte, kamen davon ein paar Würfelchen sowie ein paar rosa Pfefferkörner aussenrum.

*Mit diesem Rezept mache ich zum ersten Mal beim Dauerevent DKduW (Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen) von Foodfreak mit. Das Buch habe ich im letzten Jahrhundert, ja sogar im letzten Jahrtausend geschenkt gekriegt von einer Freundin, die damals im Hallwag-Verlag gearbeitet hat. Das Buch hat fast 700 Seiten, keine schönen, farbigen Bildchen von den Gerichten sondern Illustrationen und Kupferstiche in s/w. Ich liebe dieses Buch, weil es ein tolles Nachschlagewerk für sämtliche italienischen Klassiker ist. Aber auch, weil ich - obwohl ich das Buch über zwanzig Jahre besitze - darin immer wieder auf Entdeckungsreise gehen kann.

«Aus Italiens Küchen», Marianne Kaltenbach und Virginia Cerabolini, Hallwag Verlag, ISBN 3 444 102380