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Donnerstag, 10. Oktober 2013

Wie ich Foodbloggerin wurde und eine fruchtige Kürbissuppe mit Sellerie-Apfel-Crostini


Gestern habe ich den Inhalt eines Schrankes in Umzugskartons verpackt: Fotoalben, Poesiealben und ein paar alte Schulhefte von mir und auch von den Kindern. Da fiel mir mein altes Schultagebuch in die Hand - wir mussten in der dritten und vierten Klasse jede Woche einen Tagbucheintrag in ein Heft schreiben. Gut, dass meine Mutter dieses Heft jahrelang aufbewahrt hatte und mir später übergab. Das Heft bezeugt, dass ich eigentlich schon als Kind eine Foodbloggerin war. In jedem Tagebucheintrag ging es um Essen in irgendeiner Form. 

Donnerstag, 3. Februar 1977
Heute Morgen hatte ich noch zu stricken. Ich war noch im Pyjama, als der Maler kam. Dieser musste 3 Türen streichen, Mutter musste bügeln und ich, ja und ich, ich sollte stricken (Anmerkung: ich hasste stricken, resp. jegliche Form von Handarbeiten).
Zuerst ass ich ein Morgenessen, ich darf es nicht beschreiben, die Mutter hat es gesagt. Ich hätte es zwar gern getan, weil niemand etwas solches zum Morgenessen ass als ich, das ist drum so etwas Unmögliches, Gurken und Joghurt (Anmerkung: es handelte sich um Essiggurken und Erdbeer-Joghurt). Oh weh, jetzt habe ich es doch gesagt. Nun musste ich stricken. Mutter sagte immer: «So, jetzt stricke und «lafere» nicht immer.» Als wir z'Mittag assen, war ich noch nicht fertig mit stricken, nach dem Essen strickte ich noch fertig.



Mittwoch, 16. Februar 1977
Gestern Morgen kam ich von der Schule heim. Ich sagte: «Ich habe nicht viele Aufgaben.» «Und das Tagebuch?», fragte Mutter. Oh weh, das hatte ich ganz vergessen. Beim Mittagessen sagte Mutter: «Heute Nachmittag wird das Tagebuch geschrieben!» Ich dachte: «Das dumme Tagebuch kann auch morgen geschrieben werden, und Mutter muss auch immer etwas Unangenehmes sagen, wenn Vater dabei ist.»
Ich hatte eine Wut!! Und wegen dem beschreibe ich das Mittagessen. Es gab Poulet, Rosenkohl, Kartoffelstock und Salat.
Am Nachmittag wollte ich zu Marianne. Vater war bei den Nachbarn, weil er dort etwas zu tun hatte und dann fragte er mich, ob ich das Tagebuch geschrieben hätte, ich erwiderte: «Nein!» Vater hatte eine Wut und ich musste das Tagebuch schreiben. Ich schrieb so einen Blödsinn, dass ich etwas Gescheiteres schreiben musste. Ich fing so an: Gestern Morgen...

Die Seite vor diesem Hefteintrag vom 16. Februar wurde mit einem Messer feinsäuberlich rausgetrennt. Was ich damals wohl für einen Käse zusammengeschrieben hatte? Jedenfalls schimpfte meine Mutter damals jedes Mal, wenn ich übers Essen schrieb. Und ich dachte mir dann immer: «Wenn ich Lehrerin wäre, würde ich gerne lesen, was meine Schüler für feine Mittagessen hatten.» Jedenfalls fiel mir einfach nie was Besseres ein, als über das Essen zu schreiben. Das zog sich durch bis heute und deshalb beschreibe ich grad extra unser gestriges Abendessen ;-)

Rezept für 3 Personen
Fruchtige Kürbissuppe
1/2 Butternuss
1 kleine Zwiebel
1/2 Lauchstange (nur den weissen Teil)
1 Kaffeelöffel Gelbwurz
1 Kafeelöffel Garam Masala
1/4 von einer grossen Zimstange
1 Lorbeerblatt
2 Nelken
1 Stück Ingwer
2 säuerliche Äpfel
wenig Bratbutter
Crème Fraîche

Sellerie-Apfel-Crostini
3 Stangen von einem Stangensellerie
1/2 kleine Zwiebel
1 säuerlicher Apfel
1 Esslöffel Pinienkerne
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
wenig Majoran
wenig Bratbutter
1 Körnerbrötchen in dünne Scheiben geschnitten
Olivenöl

Für die Suppe Zwiebel, Lauch und Kürbis klein schneiden. Einen der beiden Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und den Apfel klein würfeln. Lauch und Zwiebel in Bratbutter glasig dünsten, dann Kürbis- und Apfelwürfel, Gelbwurz und Garam Masala dazu geben und mitdünsten. Mit Wasser aufgiessen, bis das Gemüse bedeckt ist. Zimtstange zerkleiner und zusammen mit dem Lorbeerblatt und den Nelken in eine Gewürzkugel geben. Diese in die Suppe hängen und die Suppe salzen. Zugedeckt ca. 25 Minuten köcheln lassen. Gewürzkugel entfernen und die Suppe pürieren.
Beim zweiten Apfel das Kerngehäuse mit einem Ausstecher entfernen und den Apfel in 1 cm dicke Ringe schneiden. Die Apfelringe in Bratbutter beidseitig goldbraun braten.
Die Suppe in einen Teller schöpfen, einen Kaffeelöffel Crème Fraîche in die Mitte der Suppe geben und darauf den Apfelring legen. Ich habe noch ein Brotchips reingesteckt, wegen des Knusperkicks.
Für die Crostini den Stangensellerie, die Zwiebel und den Apfel in kleine Würfelchen schneiden. Diese in Bratbutter andünsten und mit Majoran würzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die trocken gerösteten Pinienkerne dazu mischen.
Die Körnerbrötchenscheiben auf ein Backblech legen, mit wenig Olivenöl bepinseln und bei ca. 220 Grad im Ofen 5 bis 7 Minuten rösten. Das Sellerie-Apfel-Gemüse auf die Crostini geben und zur Suppe servieren.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Birnen-Ziegenkäse-Crostini


Im Kochbuch «Genussvoll vegetarisch» von Yotam Ottolenghi fand ich diese Birnen-Ziegenfrischkäse-Crostini. Flugs mussten die nachgebaut werden. Ich weiss ja nicht - also entweder sind mein Hühnerstall und meine Freunde so richtig verfressen oder Ottolenghi hat sich bei dem Rezept total vertan. Gemäss Rezeptangaben soll die Menge für 4 hungrige Mäuler reichen. Sorry, mein Lieber - aber mein hungriger Hühnerstall würde bei der Menge glatt verhungern. Ich gebe das Rezept 1:1 wieder, bei uns war das eine Vorspeise für 5 Personen.

Vorspeise für 5 Personen
30 g Pinienkerne
5 Esslöffel Olivenöl
1 Knoblauchzehe, geschält
Salz, schwarzer Pfeffer
4 grosse Scheiben Sauerteigbrot (ich 10 Baguettescheiben)
3 halbreife Birnen
2 Teelöffel Zucker (ich 2 Teelöffel Honig)
2 Teelöffel Zitronensaft
120 g Ziegenfrischkäse
Kerbelblätter zum Garnieren (hatte ich nicht)

Backofen auf 220 Grad vorheizen. Pinienkerne mit dem Olivenöl, der Knoblauchzehe sowie Salz und Pfeffer mit dem Stabmixer pürieren. Die Brotscheiben mit der Pinienkernpaste bestreichen für ca. 10 Minuten in den Ofen schieben.
Die Birnen schälen (macht Ottolenghi nicht), in Schnitze schneiden und in eine Schüssel geben. Mit Honig, und Zitronensaft marinieren. Anschliessend in einer Grillpfanne kurz beidseitig anbraten. Die Brotscheiben mit den gebratenen Birnenschnitzen belegen, ein paar Kleckser Ziegenfrischkäse dazwischen verteilen. Die Crostini nochmals für ca. 4 Minuten in den Ofen schieben, bis der Käse leicht schmilzt. Mit Kerbelblätter - so man denn hat - garnieren und servieren.

Dienstag, 27. November 2012

Zwiebelsuppe mit Käse-Crostini


«Zibelemärit» (Zwiebelmarkt) - für die Stadtberner der wichtigste Tag im Jahr, ein Feiertag immer am vierten Montag im November. Wer an den Zibelemärit will, der muss früh aufstehen. Ich war am Montag gegen 6.30 Uhr auf dem Markt. Tausende von Leuten schoben sich durch die Gassen, an den Marktständen vorbei. Ein paar Eindrücke davon findet ihr hier. Und klar habe ich auch schöne Zwiebelzöpfe gekauft, einen für mich, vier weitere habe ich verschenkt. Mittags gab es dann eine wunderbare Zwiebelsuppe mit Käse-Crostini.

Rezept für vier Personen
Zwiebelsuppe
4 grosse Zwiebeln
2 Thymianzweige
Bratbutter
1 Esslöffel Mehl
2 dl trockener Weisswein
1,5 l Gemüsebouillon
Pfeffer aus der Mühle
gehackte Petersilie

Zwiebeln schälen und in feine Ringe hobeln oder schneiden. In einem grossen Topf die Zwiebelringe in Bratbutter bei mittlerer Hitze langsam glasig dünsten, zwischendurch gut umrühren. Das Dünsten dauert gute 15 bis 20 Minuten bei der Menge. Die Zwiebeln nicht braten, ganz wenig Farbe dürfen sie haben, aber bitte nicht anrösten. Thymianblättchen dazu zupfen und kurz mitdünsten. Jetzt die Zwiebeln mit Mehl bestäuben und gut durchrühren, damit das Mehl gleichmässig verteilt wird. Hitze höher stellen, mit dem Weisswein ablöschen, den Wein einkochen lassen, nun die Bouillon dazu geben, pfeffern und gut umrühren. Wenn ich keine Gemüsebouillon eingefroren habe, nehme ich diese Gewürzpaste und rühre sie mit kochendem Wasser an. Die Suppe nun auf kleinem Feuer ca. 1,5 Std. köcheln lassen. 

Käse-Crostini
8 Scheiben Baguette
50 g Gruyère
50 g Fribourger Vacherin
1 Ei
Muskat, Pfeffer

Den Käse auf einer Käsereibe fein reiben. Mit dem Ei vermischen und mit Muskat und Pfeffer würzen. Die Masse auf die Baguette-Scheiben streichen und bei 220 Grad in der obern Ofenhälfte überbacken (max. 10 Minuten).

Suppe in Teller anrichten, mit gehackter Petersilie bestreuen und die Crostini zur Suppe servieren.


Weitere Fotos vom Zibelemärit 2012 gibt es hier.

Mittwoch, 22. August 2012

Herbstsalat mit Roquefort-Crostini


Noch ist es Sommer. Die Temperaturen hoch wie schon lange nicht mehr. Aber der Herbst ist nicht mehr weit. Man spürt ihn schon. Abends ab 21 Uhr wird draussen das Gras feucht - ein untrügliches Zeichen. Und die Trauben sind reif.
Zorra feiert heuer, resp. nächsten Monat ihr achtes Bloggerjahr. Wahnsinn! Hunderte Brotzrepte, Kochrezepte, Eisrezepte, Blog-Events und... und... und.
Um die Acht gebührend zu knacken gibt es natürlich ein Blog-Event, diesmal mit dem Titel «Knacken und backen». Geknackt werden sollen Walnüsse. Jupp, da bin ich dabei. Jetzt könnte ich natürlich als Schweizerin eine Bündner Nusstorte backen. Kann ich aber nicht. Weil mein Vater der «Chrömlibeck» kann die viel besser - das überlasse ich ihm. Bündnerin bin ich auch nicht. Und die Backerei ist ja bei mir so eine Sache... ;-)
Aber ich kann auch Nüsse verbacken. Ganz simpel einfach auf einem Roquefort-Crostini. Und die gab es heute zu einem kleinen Herbstsalat.

Rezept für 4 Personen
120 g Roquefort
60 g frische Butter
12 Scheiben von einem Mini-Baguette
12 Walnusshälften

Roquefort und Butter in einer Schüssel von Hand zusammen verkneten. Die Baguette-Scheiben gut halbzentimeterdick mit der Käsemischung bestreichen. Auf jede Baguette-Scheiben je eine Nusshälfte setzen. Ofen auf 220 Grad vorheizen, dann bei Erreichen der Hitze auf Oberhitze schalten. Die Crostini auf ein Blech setzen und auf der zweitobersten Rille 5 bis 7 Minuten backen.

Die Crostini kann man zum Apéro zu einem Glas Wein reichen oder als kleines Abendessen mit einem Salat. Mein Salat war ein buntes Allerlei aus verschiedenen Blattsalaten, ein paar Blättern Ruccola aus dem Kräutergarten, Frühlingszwiebeln, Schnittlauch, Basilikum und einer Handvoll kurzgebratener Eierschwämmchen, die ich obendrüber verteilt hatte. Dazu ein paar Muskatellertrauben vom Traubenstock einer Nachbarin.

Blog-Event LXXXI - Knacken & Backen und eine KitchenAid gewinnen! (Einsendeschluss 15. September 2012)