Dienstag, 4. September 2012

Herbst: Saucisson an Grappasauce mit Trauben


Am Samstag mussten wir nach Bern, das Küken brauchte sieben neue Saiten für die Harfe. Nach dem letzten, fürchterlich kalten Winter mit langer Heizperiode und den vergangenen, sehr heissen Augustwochen, hatte es jetzt eine Saite nach der andern geknallt. Und in Bern kann man ja trockenen Fusses einkaufen, auch wenn es eigentlich schüttet wie aus Eimern. Und das tat es am Samstag. Jedenfalls bettelte das Küken nach dem Saitenkauf: «Es ist so kalt, können wir dieses Wochenende Raclette machen?» Klar, wieso nicht. Tja, falsch gedacht... In den drei Läden, in denen ich Raclettekäse kaufen wollte, war dieser ausverkauft. Wir waren offensichtlich nicht die einzigen mit dieser Idee. Und weil schon kurz vor Ladenschluss war, haben wir kurzerhand umgestellt auf ein anderes, bei uns sehr beliebtes Herbstmenü: Saucisson mit Grappasauce und dazu Rösti.

Rezept für 5 Personen
2 Saucissons Vaudoise
1,5 dl Grappa
2 dl Weisswein
2 dl Sahne
Salz, Pfeffer
Trauben, halbiert und entkernt

Die Saucissons in einem Topf mit Wasser rund 40 Minuten unter dem Siedepunkt ziehen lassen. Die Wurst... ähm, wie sagt man dem... schälen, rüsten, häuten, pellen oder so... jedenfalls muss einfach die Wursthaut weg. Dann die Wurst in 1 cm dicke Rädchen schneiden. In einer Bratpfanne die Wursträdchen beidseitig anbraten, Wursträdchen warm stellen. Das ausgetretene Fett weggiessen, den Bratensatz mit Weisswein auflösen. Wein etwas einkochen lassen, dann die Hälfte des Grappa dazu giessen, ebenfalls etwas einkochen lassen. Restlichen Wein dazu, auf die Hälfte reduzieren, dann die Sahne beifügen und etwas einkochen lassen. Salzen, Pfeffern und evtl. mit etwas Beurre manié abbinden. Zum Schluss restlichen Grappa einrühren und noch einmal kurz aufkochen lassen. 
Wurst auf den Teller anrichten, Sauce dazu geben und mit den entkernten Traubenhälften garnieren. Dazu gibt's bei uns traditionell eine Rösti.

Kommentare:

  1. So schmeckt mit das außerordenlich gut mit Blutwurst! Kennst du die?
    Ich liebe süß mit salzig, perfekt für mich!

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  2. absolut perfektes Menü für den letzten Spätherbst Samstag (aber dann war doch noch nicht November, oder?) und dann war noch ein Harfe spielender Engel dabei ... wow! ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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  3. Rösti mit Grappasauce - liest sich gut, und die Wurscht passt dann ohnehin dazu. Lässt Du die Trauben ein wenig in der Pfanne anziehen, oder bleiben die auch ohne Foto roh?

    twocents

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  4. mhhhh also da nehm ich gerne gleich den Teller davon als Mittagessen :)ob das meine Kinderchen auch mögen? Je nach dem wenn ich genügend Wein mit/einkoche finden sie es nicht mehr so fein.... mal schauen! Sieht aufjedenfall super fein aus!
    Liebs Grüessli
    irene

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  5. Ich will auch einen Teller ... meine Leibspeise ... bei Rösti muss Ich doch immer HIER schreien ;)

    Tolle Kombi ... wie schade das Du soweit weg bist .

    LG Kerstin

    Ps. Was machen die Schmerzen ?

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  6. wunderschön präsentiert, ja der Herbst steht auch hier in den Startlöchern.
    Liebe Grüße
    Gaby

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  7. Wer so schöne Rösti macht (und eine gute Wurst udn Grappa dazu gibt) , muss ein guter Mensch sein ;-)

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  8. @Elsässerli
    Ich mag Grappa, resp. Schnaps, nur in gekochter Form. Wenn ich alle 5 Jahre mal einen Schnaps trinke, ist es viel.
    @Sybille
    Blutwurst... in der Schweiz gibt es ein Traditionsgericht Ende Herbst/anfangs Winter, wenn die Bauern Schweine schlachten: Blut- und Leberwurst mit Kartoffelbrei, Zwiebelsauce und Apfelschnitzen dazu. Ich mag unsere hiesigen Blutwürste nicht, die sind von der Konsistenz her ganz fein und werden nur im Sud heiss gemacht *schüttel*. Evtl. würde ich sie gebraten mögen. Wäre mal auszuprobieren.
    @Andy
    Also kalt genug für Rösti mit Wurst und Grappasauce war es ja am Wochenende. Unser Thermometer hatte schlappe 10 Grad angezeigt.
    @Twocents
    Die Trauben könnte man eigentlich ein bisschen andünsten, mach ich aber nie.
    @Irene
    Meine Kids mochten das schon als sie nur halb so alt waren wie jetzt ;-)
    @Kerstin
    Rösti ist immer gut, gell. Die Schmerzen sind fast nicht mehr - mir geht's endlich wieder besser :-))
    Gaby
    Dem Sommer traure ich ja schon nach. Aber von der Küche her liebe ich den Herbst halt sehr.
    @Eline
    Ohh, danke! *erröt* :-)

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